Immer mehr Menschen suchen Informationen nicht mehr nur über klassische Suchmaschinen. Sie fragen ChatGPT, recherchieren mit Perplexity oder nutzen die KI-Funktionen von Google. Statt sich durch eine Liste von Suchergebnissen zu klicken, erhalten sie eine Antwort, die Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführt.
Für Unternehmen und Selbstständige verändert das die Frage nach digitaler Sichtbarkeit. Es reicht nicht mehr, nur darüber nachzudenken, auf welchem Platz die eigene Website bei Google erscheint. Ebenso interessant wird, ob die eigenen Inhalte von KI-Systemen überhaupt gefunden, verstanden und als Quelle für eine Antwort herangezogen werden.
Rund um dieses Thema ist in kurzer Zeit ein neues Vokabular entstanden. GEO, AEO, AI Search Optimization, RAG, Query Fan-out. Vieles davon klingt komplizierter, als es in der Praxis sein muss.
Denn schaut man sich an, was Google und OpenAI selbst empfehlen und welche Muster aktuelle Untersuchungen zu KI-Zitationen zeigen, wird das Bild schnell klarer.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- Warum Sie stärker in Fragen ihrer Zielgruppen statt nur in Keywords denken sollten
- Weshalb die wichtigsten Informationen auf einer Website möglichst weit oben stehen sollten
- Welche Inhalte für ChatGPT & Co. besonders interessant als Quelle sein können
- Warum konkrete Zahlen, Quellen und eigene Erkenntnisse an Bedeutung gewinnen
- Welche Rolle aktuelle Inhalte spielen
- Was technisch geprüft werden sollte
- Warum GEO die klassische Suchmaschinenoptimierung nicht ersetzt
Wie muss ich meine Website jetzt für ChatGPT schreiben? Brauche ich spezielle Texte für KI? Und muss eine bestehende Website technisch neu aufgebaut werden?
Solche Fragen begegnen mir inzwischen häufiger.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen allerdings, dass man schnell in die falsche Richtung denken kann, wenn daraus die nächste Sammlung vermeintlicher SEO- und GEO-Hacks entsteht. Google selbst hat seine Empfehlungen zur generativen Suche im Juli 2026 deutlich erweitert und betont darin ausdrücklich, dass die bewährten Grundlagen guter Suchmaschinenoptimierung weiterhin gelten. Gleichzeitig räumt Google mit einigen Empfehlungen auf, die derzeit unter dem Stichwort GEO kursieren. (Quelle: Google Search Central: Optimizing your website for generative AI features).
Für mich ergibt sich daraus ein recht klares Bild: Sie müssen Ihre Website nicht plötzlich für Maschinen schreiben. Entscheidend ist vielmehr, Informationen klarer zu priorisieren, konkreter zu werden und mehr eigene Substanz zu zeigen.
Vieles davon war schon immer gute Kommunikation. Durch die KI-Suche wird das Thema noch wichtiger.
1. Denken Sie in Fragen Ihrer Zielgruppen, nicht nur in Keywords
Klassische Suchmaschinenoptimierung hat uns daran gewöhnt, über Suchbegriffe nachzudenken. Welches Keyword geben Menschen ein? Wie häufig wird danach gesucht? Auf welchen Begriff soll eine Seite optimiert werden?
Diese Überlegungen sind weiterhin wichtig. KI-Suchsysteme gehen bei komplexeren Fragen aber häufig einen Schritt weiter.
Google beschreibt für seine generativen Suchfunktionen das sogenannte Query Fan-out. Vereinfacht gesagt zerlegt das System eine Frage in mehrere verwandte Suchanfragen, um unterschiedliche Aspekte eines Themas abzudecken. Google nutzt dafür unter anderem Informationen aus seinem bestehenden Suchindex. (Quelle: Google Search Central)
Für die eigene Website ist der Fachbegriff nebensächlich. Interessant ist die Konsequenz.
Denn ein potenzieller Kunde denkt selten nur in einem einzelnen Keyword. Wer beispielsweise nach einem Vermögensverwalter sucht, könnte sich gleichzeitig für mehrere Dinge interessieren:
- Welche Anlagestrategie verfolgt das Unternehmen?
- Für welche Kunden eignet sich das Angebot?
- Wie wird mit Risiken umgegangen?
- Wer verwaltet das Vermögen?
- Wie ist das Unternehmen reguliert?
- Welche Kosten oder Mindestanlage gibt es?
- Welche Erfahrung bringt das Team mit?
Bei einem Industrieunternehmen, einem Softwareanbieter oder einer selbstständigen Beraterin sehen die Fragen natürlich anders aus. Das Prinzip bleibt aber das selbe.
Eine gute Website sollte das Informationsbedürfnis hinter der Suche verstehen und nicht nur den Suchbegriff.
Das bedeutet nicht, für jede mögliche Frage eine eigene Seite anzulegen. Genau davor warnt Google sogar. Eine grosse Anzahl ähnlicher Seiten, die hauptsächlich erstellt werden, um möglichst viele Suchvarianten abzudecken, schafft nicht automatisch bessere Sichtbarkeit. Entscheidend bleibt, ob eine Seite für ihre tatsächlichen Nutzer hilfreich und relevant ist. (Quelle: Google Search Central)
2. Stellen Sie die wichtigsten Informationen weit nach oben
Was auf einer Website steht, ist nur ein Teil der Frage. Zunehmend interessant wird auch, wo die Information steht.
Eine Analyse von 1,2 Millionen ChatGPT-Zitationen zeigt eine auffällige Verteilung. 44,2 Prozent der zitierten Inhalte stammten aus den ersten 30 Prozent einer Seite. Im mittleren Teil waren es 31,1 Prozent, im unteren Teil noch 24,7 Prozent. (Quelle: Ahrefs: Retrieval-Augmented Generation and ChatGPT citations)
Das ist kein von OpenAI bestätigter Rankingfaktor. Man sollte daraus also nicht die nächste starre Regel ableiten und plötzlich jede Website nach Prozentzahlen aufbauen.
Die praktischere Erkenntnis ist viel einfacher: Wichtige Informationen sollten nicht versteckt werden.
Auf vielen Websites sehe ich häufig das Gegenteil. Erst kommen Vision, Philosophie, Unternehmensgeschichte und mehrere allgemeine Aussagen über Qualität und Kundennähe. Was konkret angeboten wird, für wen die Leistung gedacht ist oder was das Angebot besonders macht, erfährt man oft deutlich später.
Für einen menschlichen Besucher ist das schon heute mühsam. Die Ergebnisse zur KI-Suche liefern einen zusätzlichen Grund, diese Informationshierarchie zu überprüfen.
Auf einer Leistungsseite sollte deshalb möglichst früh klar werden:
- Was wird angeboten?
- Für wen ist die Leistung relevant?
- Welches Problem wird gelöst?
- Was unterscheidet das Angebot?
- Welche wichtigen Voraussetzungen oder Rahmenbedingungen gibt es?
Die ausführliche Erklärung kann danach folgen.
Das gilt übrigens nicht nur für Blogartikel wie zum Beispiel diesen. Auch Startseiten, Leistungsseiten, Produktseiten und Über-uns- beziehungsweise Über-mich-Seiten profitieren davon, wenn die wesentlichen Informationen früh und verständlich zu finden sind.
3. Geben Sie ChatGPT & Co. etwas, das sich zu zitieren lohnt
Eine mindestens ebenso interessante Frage lautet: Welche Inhalte haben überhaupt eine gute Chance, als Quelle verwendet zu werden?
Eine frühe wissenschaftliche Untersuchung zur Generative Engine Optimization hat getestet, wie unterschiedliche Formen der Content-Aufbereitung die Sichtbarkeit in generierten Antworten beeinflussen können.
Dabei schnitten unter anderem Inhalte gut ab, die mit Zitaten, Statistiken, nachvollziehbaren Quellen und fachlich präzisen Informationen arbeiteten. Keyword-Stuffing brachte dagegen keinen Vorteil. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Thema und Versuchsaufbau, sollten also nicht als feste Rankingformel verstanden werden. (Quelle: Studie „GEO: Generative Engine Optimization“ auf arXiv)
Für die eigene Kommunikation ist die grundsätzliche Beobachtung trotzdem interessant.
Gute Quellen liefern Informationen, die sich nachvollziehen und einordnen lassen.
Das können zum Beispiel sein:
- eigene Daten und Auswertungen
- aktuelle Statistiken mit Originalquelle
- konkrete Studien statt eines pauschalen „Studien zeigen“
- Aussagen von benannten Fachleuten
- praktische Erfahrungen aus Projekten
- konkrete Beispiele und Anwendungsfälle
- fachlich begründete Einschätzungen
- Informationen, die an anderer Stelle noch nicht hundertfach identisch stehen
Der letzte Punkt dürfte in den kommenden Jahren besonders wichtig werden.
Google spricht in seiner aktuellen Empfehlung von „non-commodity content“. Gemeint sind Inhalte, die nicht lediglich das wiederholen, was ohnehin überall verfügbar ist. Google nennt ausdrücklich eigene Erfahrung, besondere Perspektiven und fachlich fundierte Inhalte als Beispiele und rät davon ab, einfach das neu zu formulieren, was andere Websites bereits geschrieben haben oder was ein generatives KI-Modell ohne Weiteres selbst produzieren könnte. (Quelle: Google Search Central)
Das finde ich mit Blick auf professionelle Kommunikation besonders relevant.
KI macht es heute sehr einfach, einen fachlich ordentlich klingenden Artikel über nahezu jedes Thema zu produzieren. Dadurch wächst aber gleichzeitig die Menge an Inhalten, die korrekt und eloquent formuliert sind und trotzdem wenig Neues sagen.
Die eigentliche Chance liegt deshalb nicht darin, mehr Content zu produzieren. Sondern mehr von dem sichtbar zu machen, was aus der eigenen Erfahrung, dem eigenen Wissen und der eigenen Praxis kommt.
Eine eigene Marktbeobachtung. Eine ungewöhnliche Erfahrung. Eine Zahl aus der eigenen Praxis. Eine begründete Position. Ein konkretes Beispiel.
Es muss nicht spektakulär sein, aber es sollte auf dem eigenen Fachwissen, eigenen Informationen und Daten beruhen.
4. Schreiben Sie konkret statt austauschbar
Damit hängt ein Problem zusammen, das weit älter ist als ChatGPT.
Viele Websites bleiben erstaunlich allgemein.
„Wir bieten individuelle Lösungen für anspruchsvolle Kunden.“
„Unsere langjährige Erfahrung schafft nachhaltigen Mehrwert.“
„Qualität und Innovation stehen im Mittelpunkt unseres Handelns.“
Solche Sätze sind nicht unbedingt falsch. Aber sie enthalten sehr wenig Information und viele anderer Firmen schreiben genau das gleiche auf ihrer Website.
Wer ist mit „anspruchsvollen Kunden“ gemeint? Was heisst „langjährige Erfahrung“ konkret? Welche Art von Lösungen? In welchem Markt? Mit welcher Expertise? Welche Personen stehen dahinter?
Je konkreter eine Website diese Fragen beantwortet, desto leichter lässt sich ein Anbieter einordnen und von anderen unterscheiden.
Statt „eine aktuelle Studie zeigt“ ist der Name der Studie informativer. Statt „führende Unternehmen“ können konkrete Branchen genannt werden. Statt „langjährige Erfahrung“ kann eine Gründungszahl, Anzahl von Jahren oder konkrete Berufserfahrung genannt werden.
Aktuelle Untersuchungen zu KI-Zitationen weisen ebenfalls darauf hin, dass konkrete Entitäten wie Personen, Unternehmen, Produkte, Daten oder Studien in häufig zitierten Inhalten eine Rolle spielen. Daraus sollte man kein künstliches „Entity-Stuffing“ machen. Die sinnvollere Konsequenz lautet schlicht: präzise schreiben. (Quelle: Ahrefs: Retrieval-Augmented Generation and AI citations)
Was für KI-Systeme mehr Kontext schafft, hilft meist auch Menschen dabei, einen Anbieter und sein Angebot schneller zu verstehen.
5. Beantworten Sie konkrete Fragen auch konkret
Noch ein Muster aus der Analyse von ChatGPT-Zitationen ist interessant.
Inhalte mit einer klaren Frage und einer unmittelbar folgenden Antwort wurden in der untersuchten Stichprobe häufiger zitiert als Inhalte ohne diese Struktur. Die Zitationsrate lag dort bei 18 Prozent gegenüber 8,9 Prozent. Auch hier handelt es sich um eine beobachtete Korrelation und nicht um eine offizielle Vorgabe von OpenAI. (Quelle: Ahrefs: Analyse der Q&A-Struktur bei ChatGPT-Zitationen)
Die Konsequenz daraus ist aus meiner Sicht nicht, jede Website in einen riesigen FAQ-Bereich zu verwandeln.
Aber dort, wo Kunden tatsächlich konkrete Fragen haben, dürfen diese Fragen auch sichtbar gestellt und beantwortet werden.
Zum Beispiel:
Für wen eignet sich die Leistung?
Darunter folgt die Antwort. Nicht erst nach drei Absätzen Einleitung.
Wann lohnt sich ein Website-Relaunch?
Darunter wird erklärt, wann ein kompletter Neubau sinnvoll ist und wann eine bestehende Website weiterentwickelt werden kann.
Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
Auch hier sollte die Antwort klar erkennbar sein.
Das hilft Menschen beim schnellen Erfassen einer Seite. Gleichzeitig entstehen klar abgegrenzte Informationsblöcke, die auch Suchsysteme leichter einer konkreten Frage zuordnen können.
6. Halten Sie wichtige Inhalte wirklich aktuell
Eine Website ist selten nach dem Relaunch „fertig“.
Teams verändern sich, Angebote werden weiterentwickelt, Studien veralten, Märkte verändern sich und Aussagen, die vor drei Jahren richtig waren, können heute eine andere Einordnung benötigen.
Auch bei KI-Zitationen fällt Aktualität auf.
Ahrefs hat rund 17 Millionen Zitationen verschiedener KI-Systeme analysiert. Die zitierten URLs waren im Durchschnitt 25,7 Prozent jünger als URLs in klassischen organischen Suchergebnissen. Der Effekt war allerdings je nach Plattform unterschiedlich. ChatGPT zeigte in der Untersuchung eine stärkere Präferenz für neuere Inhalte, während Google AI Overviews näher an den klassischen Google-Ergebnissen lagen. (Quelle: Ahrefs: 17 Million AI Citations Analyzed)
Das bedeutet nicht, dass Sie jeden Januar das Veröffentlichungsdatum alter Beiträge austauschen sollten.
Aktualität sollte inhaltlich entstehen:
- Sind Statistiken noch auf dem aktuellen Stand?
- Stimmen Produkte, Leistungen und Ansprechpartner?
- Haben sich gesetzliche oder regulatorische Rahmenbedingungen verändert?
- Gibt es neue Erkenntnisse oder Marktentwicklungen?
- Ist eine frühere Einschätzung noch richtig?
- Sind veraltete Beispiele oder Screenshots zu ersetzen?
Ein neues Datum allein macht einen alten Text nicht aktueller.
7. Prüfen Sie, ob KI-Systeme Ihre Website überhaupt erreichen können
Bis hierhin ging es fast ausschliesslich um Inhalte. Ganz ohne Technik funktioniert Sichtbarkeit allerdings nicht.
Für Googles KI-Funktionen gelten weiterhin die technischen Grundlagen der klassischen Google-Suche. Eine Seite muss grundsätzlich indexierbar sein und für die Darstellung in der Suche infrage kommen. Google betont zudem, dass Inhalte crawlbar sein sollten und dass bestehende technische SEO-Grundsätze weiterhin relevant sind. (Quelle: Google Search Central)
OpenAI verwendet für die ChatGPT-Suche unter anderem den OAI-SearchBot. OpenAI empfiehlt Websitebetreibern ausdrücklich zu prüfen, ob dieser Bot nicht in der robots.txt oder durch den Hosting- beziehungsweise CDN-Anbieter blockiert wird. Öffentliche Websites können grundsätzlich in ChatGPT Search erscheinen, eine Platzierung ist allerdings nicht garantiert. (Quelle: OpenAI: Publishers and Developers FAQ)
Sie müssen sich deshalb nicht selbst mit Crawler-Konfigurationen beschäftigen.
Aber einige Fragen gehören heute auf die Prüfliste für Webentwickler oder SEO-Verantwortliche:
- Ist die Website sauber indexierbar?
- Kann der OAI-SearchBot auf relevante Inhalte zugreifen?
- Blockiert das Hosting oder CDN bestimmte Bots?
- Werden wichtige Inhalte technisch zuverlässig ausgeliefert?
- Funktioniert die Website mobil?
- Sind Ladezeiten vernünftig?
Mehr technische Tiefe braucht es für die strategische Diskussion zunächst nicht.
8. Lassen Sie sich nicht von jedem neuen GEO-Hack verrückt machen
Rund um KI-Suche entsteht gerade ein Markt für neue Tools, technische Lösungen und vermeintliche Geheimrezepte.
Google hat dazu inzwischen eine bemerkenswert klare Position.
Für die generativen Funktionen der Google-Suche benötigt eine Website laut Google:
- keine spezielle
llms.txt - kein künstliches Aufteilen von Texten in winzige „Chunks“
- keine besondere Schreibweise nur für KI
- kein spezielles Schema.org-Markup für generative Suche
Google rät stattdessen dazu, weiterhin auf technische Zugänglichkeit, gute SEO-Grundlagen und hilfreiche, eigenständige Inhalte zu setzen. (Quelle: Google Search Central: Mythbusting generative AI search)
Das heisst nicht, dass GEO bedeutungslos ist.
Es ist durchaus sinnvoll zu verstehen, wie generative Suchsysteme Informationen auswählen und wie sich das Suchverhalten verändert. Ebenso sinnvoll ist es, die eigene Sichtbarkeit in ChatGPT, Google AI Mode oder Perplexity künftig zu beobachten.
Nur sollte daraus nicht automatisch folgen, eine bestehende Website wegen jeder neuen GEO-Theorie technisch oder redaktionell umzubauen.
SEO bleibt die Basis. Die Perspektive wird breiter.
Google selbst formuliert es inzwischen sehr deutlich: Aus Sicht von Google ist die Optimierung für generative Suchfunktionen weiterhin Teil von SEO. Die generativen Funktionen bauen auf den bestehenden Ranking- und Qualitätssystemen der Suche auf. (Quelle: Google Search Central)
Trotzdem verändert KI-Suche etwas Grundsätzliches.
Es geht nicht mehr nur darum, ob eine einzelne Seite für ein bestimmtes Keyword rankt. Zunehmend entscheidend wird, welche Informationen über Sie und Ihr Angebot im Netz verfügbar sind, wie eindeutig sie formuliert sind und ob sie genügend Substanz liefern, um in einer Antwort verwendet zu werden.
Für die eigene Website ergeben sich daraus aus meiner Sicht vor allem fünf Prioritäten:
- Die Fragen der Zielgruppen verstehen. Nicht nur Keywords recherchieren, sondern Informationsbedürfnisse abbilden.
- Wichtige Informationen priorisieren. Kernaussagen nicht im unteren Teil einer Seite verstecken.
- Eigene Substanz zeigen. Erfahrungen, Daten, Einschätzungen und konkrete Beispiele sichtbar machen.
- Präzise statt generisch kommunizieren. Anbieter, Personen, Leistungen, Zahlen und Quellen konkret benennen.
- Inhalte und Technik aktuell halten. Damit Menschen, Suchmaschinen und KI-Systeme auf verlässliche Informationen zugreifen können.
Vielleicht ist das die angenehmste Erkenntnis der aktuellen GEO-Diskussion: Sie müssen nicht anfangen, ihre Websites für Maschinen zu schreiben.
Im Gegenteil.
Je besser eine Website die richtigen Informationen für Menschen strukturiert, desto besser sind viele Voraussetzungen auch für die KI-Suche.
Und je leichter KI durchschnittlichen Content produzieren kann, desto wertvoller wird das, was nicht aus dem Durchschnitt entsteht: eigene Erfahrung, eigenes Wissen und eine nachvollziehbare Perspektive.
Das ist aus meiner Sicht der Teil der Entwicklung, auf den Sie heute den grössten Einfluss haben.



